Wiedergeburt

Die Seele stirbt niemals

Moshe Mendelssohn hat diesem Thema ein Buch gewidmet. Eindrucksvoll beschreibt er darin Sokrates Überzeugung einer Wiedergeburt im Gespräch mit seinen Freunden vor seinem Tod. 

C.G. Jung über Wiedergeburt (Über Archetypen des kollektiven Unbewussten) 

Das bei der Wandlung auftretende, ahnende Gefühl der Unsterblichkeit hängt mit der eigentümlichen Natur des Unbewussten zusammen. Es haftet ihm nämlich etwas Unräumliches wie Unzeitliches an. Der empirische Beweis hierfür findet sich in den sogenannten telepathischen Phänomenen, die zwar von einer übertriebenen Skepsis immer noch bestritten werden, in Wirklichkeit aber viel häufiger vorkommen, als man im allgemeinen meint. Die Unsterblichkeitsahnung beruht, wie mir scheint, auf einem eigenartigen raum-zeitlichen Ausdehnungsgefühl. Es kommt mir auch so vor, als ob die Deifikationsriten der Mysterien eine Projektion eben dieses seelischen Phänomens waren.